Was ist mit Foren los?

Manuel Montag, 3. März 2008 um 11:02 Uhr

Nun befinden wir uns im Web 2.0 Zeitalter. Sei es entweder beruflich oder privat, die meisten Internetuser bleiben über Social Networks mit Freunden in Kontakt (oder knüpfen neue), lesen nur noch bewertete Nachrichten (oder bleiben einer Web2.0-Newsseite treu), schauen sich die neusten Videos, telefonieren übers Internet, organisieren sich über Wikis oder schreiben ins Blog. Die Liste der Anbieter ist lang: StudiVZ (bzw. seit kurzem auch MeinVZ), Facebook, Lokalisten, MySpace, XING, LinkedIn, Digg, Yigg, Webnews, YouTube, SevenLoad, MyVideo, Skype, Blogger, Wordpress, …

Aber was ist mit Foren los? Viele nutzen die Diskussionsplattformen, andere haben sie anscheinend vergessen. Ich will mich da selbst gar nicht ausschließen. Früher täglich mindestens 2 Stunden auf verschiedensten Boards unterwegs, nutze ich jetzt meist nur oben genannte Dienste. Sucht man jedoch geniale Lösungen für ein schwieriges Problem, landet man meist in einem Forum. Und meine Erfahrung hat gezeigt, dass man dort die wahren Experten findet.

Und Gruppen? Klar, bei den sozialen Netzwerken hat man in den Gruppen automatisch auch ein Forum integriert. Aber StudiVZ-Gruppen sind nicht mehr als ein Statement im Profil. Die einzige Diskussionsthemen sind Zitat- bzw. Link-Sammlungen oder es werden Threads eröffnet, in denen von 1.000 runtergezählt wird!?!! Xing hat hier einen besseren Ansatz, dennoch polieren viele mit einer Gruppenmitgliedschaft nur das Profil auf. Die wenigsten engagieren sich. Vergleicht man die Nutzerzahlen ud deren Aktivität in Foren und Gruppen zum gleichen Thema, erkennt man extreme Unterschiede. Auf der einen Seite die SN-Gruppen, wo die Mehrzahl der Mitglieder keinen einzigen Beitrag geschrieben hat, und auf der anderen klassische Diskussionsbretter, in denen nicht selten 100 Post (meist und mehr) pro Person abgegeben werden. Anscheinend ist die Motivation unterschiedlich.

Ich dachte, Foren sind tot? Nein, auf keinen Fall. Hierfür gibt es zahlreiche Beispiele: Auf der Webseite eines großen Magazins hatte man eine Online Community gestartet, aber leider ein Forum vergessen. Der Aufschrei war so groß, dass es doch umgesetzt wurde. Und nun ist es das beliebteste Element der Nutzer. Dem Bloggeramt erging es ähnlich, und deshalb stellten sie vor 3 Wochen ein Diskussionsboard der Blogsphäre zur Verfügung. Und schon wirkt es nicht nur wie ein Blogverzeichnis, sondern es entsteht eine Gemeinschaft.

Fortsetzung folgt…

Sorry, dass dieser Blogeintrag nicht wie versprochen Ende der letzten Woche online ging.

4 Reaktionen zu “Was ist mit Foren los?”

  1. J. Schmidtam Montag, 3. März 2008 um 13:38 Uhr

    Hi Manuel,
    wir bei sixgroups.com bspw. sehen nicht, dass sich Social Networks und Foren gegenseitig ausschließen, sondern betrachten ein Forum (in seiner Kernfunktion) als ein Feature eines Online Social Networks.

  2. Manuelam Montag, 3. März 2008 um 13:50 Uhr

    Hallo Johannes,
    Da hast du recht, wir sind ähnlicher Meinung. Wir sehen das Forum aber nicht als EIN Feature, sondern als DAS Feature. Für den Sachbezogenen Austausch ist es das Nonplusultra:-)
    Beste Grüße, Manuel

  3. Felixam Montag, 3. März 2008 um 17:49 Uhr

    “Was ist mir Myalikes los?”
    ;-)
    Ich wurde von eurem Projekt vor fast 5 Monaten aufmerksam gemacht und surfe seitdem im Wochenrhytmus hierher.
    Leider sehe ich (noch) keine allzugroßen Änderungen. Habt ihr eine Art Projektplan? Wann kann man mit einer öffentlichen Beta-Phase rechnen (falls so etwas geplant ist)?
    Laufende Infos über Status von Myalikes währen mir (persönlich) lieber, als Web 2.0 Nachrichten ;-)

    Grüße aus dem Münchner Osten,
    Felix

  4. Manuelam Montag, 3. März 2008 um 22:27 Uhr

    Hallo Felix,
    Klar, das verstehe ich. Dieses Beitrag ist nicht nur eine Meldung über Web 2.0, sondern hat viel mit MyAlikes zu tun :-)
    Liebe Grüße, Manuel

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